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Galerie im Alten Schloss
in GAILDORF
Zur Geschichte des Alten Schlosses 
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Das
Alte Schloss zu Gaildorf
Die
Grundmauern der alten Wasserburg stammen aus
Staufischer Zeit (1150-1250) und sind heute noch
in den großen Kellergewölben zu sehen. In jenen
Tagen wurde die Burg von den Rittern von
Geilndorff bewohnt, von denen Gaildorf (erstmal
1255 erwähnt) seinen Namen hat. Diese waren
Dienstmannen der Schenken von Limpurg, die nahe
der benachbarten freien Reichsstadt Schwäbisch
Hall ihre Stammburg hatten. Als das
Rittergeschlecht ausgestorben war, richteten sich
die Schenken in der alten Burg ein Jagdhaus ein,
das bis gegen Ende des 15. Jahrhunderts
existierte. In der Urkunde des Jahres 1399 wird
diese Burg erstmalig schriftlich erwähnt. In
einer dreijährigen Bauzeit zwischen 1479 und 1482
wurde es schließlich in die noch heute existente
vierflügelige Schlossanlage umgebaut:
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Daran
erinnert noch heute die über dem Haupteingang
angebrachte steinerne Tafel mit folgenden
Wortlaut: "Wir albrecht, herre zu limpurg des
römischen reichs erbschenck und semper frey
habend angefangen und volbracht disen baw uf sant
michels tag nach cristus geburt viertztehundert
und in dem LXXXII jar."
Schenk Albrecht und seine Gattin
Elisabeth von Oettingen (von der Harburg stammend)
war die erste Schenkengeneration, die sich im
neuerbauten Schloss einen ständigen Wohnsitz
einrichtete. Nachdem die Herrschaft Limpurg 1441
in zwei Teile getrennt wurde, stieg Gaildorf zur
neuen Residenzstadt der kaiserlichen
Reichserbschenken von Limpurg auf. Auf Schenk
Albrecht folgten weitere sieben Generationen der
semperfreien (reichsunmittelbaren)
Ministerialfamilien.
Der letzte in Gaildorf residierende Schenk war
Wilhelm Heinrich, mit dessen Tod 1690 die
Gaildorfer Linie erlosch. Die Gaildorfer
Herrschaft gelangte an den Vetter der zweiten,
Obersontheimer
Linie, die nur 23 Jahre später mit Schenk
Vollrath ebenfalls im erbberechtigten Mannesstamm
erlosch. Die letzten drei Schenken hatten zusammen
zehn Erbtöchter hinterlassen, deren Nachkommen
nun die ohnehin kleine Herrschaft weiter
zersplitterten. Es entstanden zahlreiche kleine
Herrschaftsgebiete, die eigenständig nicht zu
überleben vermochten. Bereits Ende des 18.
Jahrhunderts kamen große Teile der Gaildorfer
Herrschaft an das württembergische Herzogshaus,
und schließlich mit der Mediatisierung 1806 alle
Herrschaftsteile.
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Das
Alte Schloss diente in den folgenden Jahrzehnten
nur noch als gelegentlicher Sommersitz und war im
20. Jahrhundert zu 3/4 im Besitz des Grafen
Wilhelm von Bentinck und Waldeck-Limpurg, der
seinen Anteil 1943 an die Stadt veräußerte. Das
restliche Viertel gehörte dem Fürsten Viktor
Adolf zu Bentheim, dessen Nachkommen das Schloss
nach dem Tode des Fürsten 1961 ebenfalls an die
Stadt Gaildorf verkauften. Seitdem investierte die
Stadt hohe Summen in die Bestandserhaltung. Das
Innere bietet zahlreichen Vereinen und
Organisationen Platz für Vereinsräume, Galerien,
Ausstellungen und Übungsräume.
Steffen
Hinderer
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