Ausstellung in der Galerie im Alten Schloss Gaildorf vom 14.03. - 05.04.2010
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G E S C H I C H T E T
„Geschichtet“ unter dieses Motto haben die
Künstlerinnen Barbara Lörz, Dagmar Roos, Ingrid Hartlieb und der
Künstler Heinz Thielen ihre Ausstellung in der Galerie im Alten Schloß
in Gaildorf gestellt. So unterschiedlich auch die Techniken,
Arbeitsweisen und die verwendeten Materialien der vier
KünstlerInnen sind, so arbeiten sie doch alle mit Schichtungen und
Überlagerungen. So arbeitet Barbara Lörz mit Fundstücken, verschiedenen
Papieren und erzielt unter Verwendung von ihr selbst handgeschöpften
Papieren in ihren Reliefs, Skulpturen und Bildern fragile
zerbrechliche Wirkungen von eigentümlicher Schönheit. Ingrid Hartlieb
eine der wichtigsten Bildhauerinnen im süddeutschen Raum verwendet
heimische Holzarten. Für ihre Formfindungen fertigt sie
Zeichnungen an. Mit kleinen Prüfstücken geht sie in die dritte
Dimension, so kann sie die Form mit den Händen prüfen und begreifen.
Erst danach wird der Schritt zur Holzskulptur vollzogen. Die Hölzer
werden in unterschiedlichen Schichtstärken zusammengeleimt und mit der
Kettensäge in ihre endgültige Form gebracht. Anschließend werden die
Holzskulpturen geschliffen und mit einer Wachsschicht überzogen, dadurch
treten die unterschiedlichen Holzarten und Farbtöne deutlicher hervor.
Eine ganz andere Art von Schichtung erreicht Dagmar Roos in ihren
Bildern. Ihre Bilderwelt speist sich aus den Reiseeindrücken und
längeren Aufenthalten in anderen Ländern und Kulturen. Mit dem
freien Umgang mit der Erinnerung entwickelt sie eine neue Realität in
ihrem meist großformatigen Kompositionen in Mischtechnik. Aufgebaut aus
verschiedenen übereinanderliegenden Farbflächen und –formen. Dagegen
konzentriert sich Heinz Thielen ganz auf die Kraft der Farben expressiv
und zugleich poetisch. Die gegenständlichen Bezüge sind gänzlich
verschwunden. Seine Bilder malt er ausschließlich in Eitempera, einem
leuchtstarken und farbintensiven Malmittel.
Auch hier liegen Farbenflächen und Bahnen übereinander. Die
gleichzeitige Präsentation der unterschiedlichen künstlerischen
Positionen in den jeweiligen Galerieräumen erzeigt eine zusätzliche
Spannung in dieser sehenswerten Ausstellung.

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