Ausstellung in der Galerie im Alten Schloss Gaildorf vom 14.09. - 05.10.2008

 

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Blumige Holzschnitte – Rhythmische Abstraktionen – Gegenständliches - Feuerevent

    

Am kommenden Sonntag floriert die Gaildorfer Kunstszene im Hof des Alten Schlosses bereits zum 5. Mal in diesem Jahr. Wieder einmal wird dem Besucher durch die Vielseitigkeit der ausstellenden Künstler Eva Schwanitz, Eugen Zenzinger und Udo Schanz von blumigen Holzschnitten über rhythmische Abstraktionen, Gegenständliches und ein Feuer- Event zur Eröffnung der Ausstellung ein prickelnder Genuss geboten.

  Die gebürtige Stuttgarterin Eva Schwanitz beschäftigt sich schon seit über dreißig Jahren mit der Kunst des Holzschnittes. Ganz Schülerin Josef Beuys’ hat auch Schwanitz mit einigen provokativ wirkenden Holzschnitten in der schwäbischen Kunstszene der 80er und 90er Jahren für Aufruhr gesorgt. So betitelte die Stuttgarter Zeitung eine ihrer damaligen Ausstellungen mit der einprägsamen Allegorie  „Wilde Weiber in Waiblingen“. Weniger wild, doch nicht minder spannend sind ihre neuen Arbeiten. Diese stehen ganz im Lichte des von der Künstlerin eigens geprägten Begriffes des „transitorischen Momentes“. Schwanitz versteht darunter den Moment des Übergangs zwischen Tag und Nacht, den sie in ihren Holzschnitten mittels Farbverläufen von Hell nach Dunkel oder der Regenbogenskala zu symbolisieren versucht. Der Thematik des ewig wiederkehrenden Wandels stellt Schwanitz Gitterformen als Symbol der Trennung gegenüber. Indem sie ihre Bildflächen durch Horizonte gliedert, spielt sie mit zwei gegensätzlich erscheinenden Phänomenen, dem der Unendlichkeit und dem der Begrenzung. Obwohl Horizonte die Farbflächen voneinander zu trennen vermögen, lassen sie doch eine unendliche Weite erahnen.

                             

Der Fichtenberger Maler und Zeichner Eugen Zenzinger kann auf eine Vielzahl von Ausstellungen im In- und Ausland verweisen. Nach einer Lithographie- Lehre hat er an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert. Seit 1985 ist er im Kreis Schwäbisch Hall als Künstler und als Dozent der VHS Schwäbisch Hall präsent. Er ist Mitglied in mehreren Kunstvereinen. Vor allem im Hohenloher Kunstverein bringt er aktiv seinen künstlerischen Sachverstand mit ein. Sein künstlerisches Schaffen umfasst abstrakte Werke und gegenständliche Darstellungen. Beides ist für ihn wichtig und schließt sich nicht gegenseitig aus. Seine abstrakten Werke entstehen intuitiv und spontan, rhythmische Pinselzüge mit kalligraphischem Charakter und dynamische  Farbformen  entstehen im Zustand der Bewegung. Seine gegenständlichen Zeichnungen haben Portraits, Landschaften und Akte zum Inhalt. In der Ausstellung sind einige Portraits von  Blues- Musiker zu sehen.

                             

Udo Schanz ist Kunst und Feuerwerker. Mit Feuer- Events in Schwäbisch Hall hat er die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Auch die Firma Würth hat ihn als  Feuerkünstler engagiert. Mit seinen Arrangements aus Feuerkörben, Fackeln und Holzkerzen gelingt es ihm eine stimmungsvolle Umgebung zu schaffen und die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Seine Feuerkörbe und Schalen entstehen aus Eisenteilen, die er immer wieder neu miteinander kombiniert. Seine Kugeln aus eisernen gebrauchten Springringen besitzen einen Durchmesser von 40 bis 50 cm. Mit seiner Kunst schafft er aus Altem wieder etwas Neues. Eisen und Metall führt er einem neuen Zweck zu und schafft dabei Kunstwerke.

 

Mit dem Feuer- Event  von Udo Schanz musikalisch untermalt mit einen Ausschnitt aus der Feuerwerksmusik von G.F. Händel  durch den Gaildorfer Bläserkreis wird diese sehenswerte Ausstellung am kommenden Sonntag eröffnet.

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