Ausstellung in der Galerie im Alten Schloss Gaildorf vom 20.04. - 12.05.2008
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Unter dem Titel „Bekanntes
und Unbekanntes“ stellen die im Kreis
Schwäbisch Gmünd wohnhaften Künstlerinnen Selma P.
Goebel, Hedwig Maier-Unrath und Alkie Osterland Ihre Arbeiten kommendes
Wochenende im Gaildorfer Alten Schloss aus. Die
drei Künstlerinnen kann man durchaus als „eingespieltes
Team“ bezeichnen, immerhin handelt es sich nicht
um ihren ersten gemeinsamen Auftritt. So gehörte
zu einer ihrer letzten Gemeinschaftsausstellungen
das Projekt „Werden Wohnen Werden“ am
Skulpturenpfad in Rechberghausen.

Die
Diplom-Designerin und Künstlerin Selma Goebel
schrieb einmal treffend über ihre Kunst „Ich
lasse mir etwas erzählen – von der Natur. Ich
höre genau zu und sehe genau hin. Dann greife ich
heraus, nehme, was da ist – erfinde nichts neu.“
In der Tat erscheint es bei Betrachtung Ihrer
Bilder und Collagen als schmeckte man den salzigen
Wind des Meeres, als spürte man das kalte Nass
der Strömung. Der von Goebel selbst, in Bezug zu
ihren Exponaten, gewählte Begriff der
Erd-Verbundenheit spiegelt sich nicht nur in Ihrer
Arbeit mit Naturmaterialien, wie Sand, Erdpigmente
und Fundstücke, wieder, sondern auch in Ihrer
Motivwahl. Goebel gelingt es die Energie der
Elemente auf Tafelbilder oft collagenartig
zu bannen. Erst durch die Augen des
Betrachters wird diese wieder zu Bewegung, zu
Wärme und Licht.
Immer wieder tauchen uns vertraute Formen
auf. Diese Kreise, Vögel und Boote sind für die
Künstlerin nicht nur Symbole, sie erinnern an
Mythen, sind Metaphern, die Sehnsüchte erwecken
und zu Träumen verleiten.

Hedwig
Maier-Unrath umschreibt Ihre Keramikkunst wie
folgt „Ich versuche in meiner Arbeit der Archaik
in der Moderne und der Moderne in der Archaik
nachzuspüren“. Die Künstlerin versteht das von
Ihr favorisierte Material, gebrannte Erde, als
Kulturträger. So begriffen ist Keramik ein Symbol
für einen entscheidenden Wandel in der
Menschheitsgeschichte, als der Mensch begann sich
über seine natürlichen Bedürfnisse hinaus
erforschend und gestaltend zu betätigen. Indem es
der Künstlerin gelingt die lebendigen Strukturen
des Materials zu erhalten, verleit sie Ihren
Kleinplastiken, Wandbildern und Installationen
Kraft und Lebendigkeit.

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